Ich frag für ne Freundin

Meine Freundin hat sich sehr aufgeregt über ein Gespräch, das sie beim Geschenke kaufen in einem ihrer inhabergeführten Lieblingsläden zufällig gehört hat. Eine Verkäuferin, die sie sehr schätzt, hat sich mit einer anderen Kundin übers Impfen unterhalten. Dabei fielen Sätze wie „Ich hab es bislang auch noch rausgezögert.“ oder „Jetzt mit dem Totimpfstoff will ich dann auch nochmal gucken.“ Soweit, so gut. So richtig geärgert hat sie dann folgender Satz: „Man braucht ja auch RICHTIGE Aufklärung, bei diesen ganzen Falschinformationen vom Staat.“ Meine Freundin arbeitet im Umfeld einer Gesundheitsbehörde. Sie hätte den beiden Damen beinahe das letzte zuerst gesagt, oder mindestens in eher unkontrolliertem Tonfall auf einige wissenschaftliche Daten hingewiesen, aber sie hat sich entschlossen, schnell ihre Sachen zu bezahlen und zu gehen. Sie war schwer enttäuscht.Wie hättet ihr reagiert? Bestimmt habt ihr auch schon Sätze gehört, bei denen Euch die Ohren bluten vor lauter Unwissenschaftlichkeit. Oder rein emotionale Argumente von Menschen, die ihr schätzt und wo ihr sprachlos seid, dass eure Wahrnehmung derart auseinander geht und ihr auch Angst habt, dass ihr ernsthaft in Streit geratet. Es sind ja nicht alle nicht-geimpften Menschen Aluhutträger – manche haben Angst vor Spritzen oder es war logistisch mit Stiko-Empfehlung und individueller Situation einfach noch nicht möglich. Lohnt es sich, einfühlsam mit Quellen aufzuklären oder ist es besser, das Thema zu meiden? Wie hättet ihr reagiert? Oder wie geht ihr damit in Eurem persönlichen Umfeld um, insbesondere die nächsten Tage unterm Christbaum?